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“Der Staat ist aufgefordert, Eltern und Kindern genügend Zeit und Geld zu belassen, bzw. zur Verfügung zu stellen, um jedem Kind die ersten drei Lebensjahre in seiner Familie zu ermöglichen.” >> news-online :: wissen, was zählt <<

Quelle: hr2.de / 16.2.2012 / “Der Tag” / Moderation: Florian Schwinn, hr / Jürgen Borchert, Sozialrichter aus Frankfurt am Main widerspricht am 16. Februar 2012  im 2. Hörfunkprogramm des Hessischen Rundfunks “hr2″ aus Frankfurt am Main erneut der These, Familien und Kindererziehung seien in Deutschland ausreichend begünstigt und gefördert. Die staatlichen Systeme verdienen nach seiner Erkenntnis noch lange nicht die Bezeichnung “familienfreundlich” und auch die angebliche steuerliche Besserstellung der Eltern gegenüber kinderlosen Mitbürgern beruhe auf einer falschen Annahme.
Auch der Ökonom Steffen J. Roth, Institut für Wirtschaftspolitik der Universität zu Köln, erklärt in derselben Radiosendung aus volkswirtschaftlicher Sicht, dass sich kinderlose Bürger im Hinblick auf die - durch die Rentenbeitragseinzahlung der jeweils nächsten Generation - vorhandene kollektive “Alterssicherung” der staatlichen Rentenkasse nicht als objektiv gleichartig betrachten dürfen. Jürgen Borchert, 2005, sueddeutsche.de, “Familien sind um ein Vielfaches höher belastet als Singles”
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Kommentar Redaktion 1000news.de, 2012: Dass die Frage der sozialen Stellung der junger Familien in Deutschland regelmäßig eine überwiegend ökonomisch orientierte Debatte (z.B über die zusätzliche steuerliche Beteiligung kinderloser Mitbürger) auslöst, weist - weit über die Rentenfrage hinaus - auf ein grundsätzliches Defizit hin. Wenn die Meinungsführer - bis hin zum Bundeskanzleramt - Kinder nur als Kostenfrage  betrachten, bleibt der demokratische Grundkonsens auf der Strecke. Wer Kinder zu haben ausschließlich  als Frage des “Lebensstils”  ansieht und in dieser Frage seine “individuelle Freiheit” gegen zusätzliche finanzielle Beteiligung verteidigt, zeigt ein gesellschaftliches Selbstverständnis, welches gut in die virtuelle Realität der neuen sozialen Netzwerke passt, aber kaum ins wirkliche (Zusammen-) Leben. Kinder werden auf XBook & Co.  bisher noch nicht geboren. (Text (c)  1000news.de, 2012)

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