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Notizen zu den Frankfurter Gandhi-Gesprächen 2011 in der Hessischen Stiftung Friedens- und Konfliktforschung (HSFK/PRIF), Frankfurt am Main, 5.10.2011 - I
Dieser Eintrag stammt von admin Am 6.10.2011 @ 00:09 In Afrika, Der arabische Frühling, Indien, Friedensforschung, Kommentar2, Nordafrika, international, Wissenschaft, Außenpolitik, Deutschland politisch | Kommentarfunktion deaktiviert
Quelle: 1000news.de /Kommentar, 6.10.2011, Stephan Fröhder / Notizen zu den Frankfurter Gandhi-Gesprächen in der HSFK / PRIF, am 5.10.2011 in Frankfurt am Main I / / Welche praktischen und theoretischen Voraussetzungen der gewaltfreie Widerstand erfüllen muss um nachhaltig erfolgreich zu sein, welcher Konkurrenz der Leitbilder gewaltfreie Demokratiebewegungen ausgesetzt sind, wenn nach Jahrzehnten der Unterdrückung demokratischer Bestrebungen durch diktatorische oder zumindest autoritäre Regime Massenproteste aufkommen und die Option der Gewaltanwendung nahe liegt, wie schließlich aus einer Bürgerkriegssituation heraus wieder Frieden hergestellt und dauerhaft attraktiv gemacht werden kann - darum ging es u.a. bei den dritten “Frankfurter Gandhi-Gesprächen HSFK 2011 (..) im Zeichen friedlicher Revolutionen” und der Frage, “welchen Einfluss gewaltloser Widerstand auf jüngere Demokratiebewegungen hatte und in Zukunft haben kann” (HSFK). Während die Friedensforscher noch dabei sind, ihre These von der größeren Stabilität des Friedens durch gewaltfreie Revolutionen und erfolgte friedliche Übergänge statistisch zu untermauern, berichten erprobte Aktivisten aus Belgrad, Kairo und Madras, dass der weitgehend friedliche Massenprotest dezentral angestoßen, nur wenig geplant und vor allem gut vernetzt war. Dabei trugen die schnelle Verständigung der Demonstranten, die kollektive Empörung über harte und zum Teil tödliche Gegenmaßnahmen von Polizei und Militär, aber auch die Idee einer gerechten, gewaltfreien und demokratischen Entwicklung im Sinne Mahatma Gandhis entscheidend zum Erfolg der neuen spontanen Revolutionen bei, so dass auf langfristige strategische Planung und etablierte Führungsstrukturen verzichtet werden konnte. / Bei der HSFK diskutierten am 5.10.2011: Ivan Marovic, Mitgründer der serbischen Jugendbewegung Otpor!, Belgrad, Ahmed Salah, ägyptischer Aktivist, Kairo, Dr. Larbi Sadiki, University of Exeter, Dr. Thorsten Gromes, HSFK, Professor Cherian Kurian, Madras Christian College, Chennai/Indien. / Begrüßung und Einführung: Prof. Dr. Harald Müller, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied der HSFK, Dr. Jona A. Dohrmann, Vorsitzender der Deutsch-Indischen Zusammenarbeit e.V., Frankfurt.
hsfk.de: / “Die Lehre Mahatma Gandhis, insbesondere sein Konzept des gewaltlosen Widerstands, gewinnt heute wieder an Aufmerksamkeit, vor allem durch die aktuellen Proteste in der arabischen Welt.Die Frankfurter Gandhi-Gespräche 2011 stehen im Zeichen friedlicher Revolutionen und beleuchten, welchen Einfluss gewaltloser Widerstand auf jüngere Demokratiebewegungen hatte und in Zukunft haben kann. Zeitzeugen aus Ägypten und Serbien berichten von ihren Erfahrungen mit der Lehre Gandhis bei den Umwälzungen im eigenen Land. So übernahm die serbische Jugendbewegung Otpor! (deutsch: Widerstand) die Idee des friedlichen Widerstandes und war damit maßgeblich am Sturz Slobodan Miloševićs im Jahr 2000 beteiligt. Die ägyptischen Aktivisten im Frühling 2011 wiederum sind unter anderem von Otpor!-Mitgliedern im Konzept der Gewaltfreiheit „trainiert“ worden.” Quelle: hsfk.de
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