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Sicherheit, Wohlfahrt und Frieden? Was könnte eine veränderte Entwicklungspolitik des Westens in der “arabischen Welt” bewirken? - HSFK (PRIF) 2011

Dieser Eintrag stammt von admin Am 29.9.2011 @ 11:13 In China, Naher Osten, Der arabische Frühling, Friedensforschung, USA, Europa, Wissenschaft, Wirtschaft, Außenpolitik, Deutschland politisch | Kommentarfunktion deaktiviert

Quelle: 1000news.de /29.9.2011 / Kommentar zur Jahreskonferenz der HSFK 2011: Der arabische Frühling und die Demokratieförderung - Notizen zur Jahreskonferenz der HSFK am 28. September 2011 in Frankfurt am Main III , Stephan Fröhder /Was kann die aktuelle Friedens- und Konfliktforschung zur Wahrnehmung, zum Verständnis und zur Bewältigung internationaler Krisen und Konflikte beitragen? Soll Stabilität per Krisenintervention gesichert und im Internationalen System die Beachtung der Spielregeln der führenden Industrienationen und Großmächte etabliert und im Sinne der sicheren Versorgung mit Rohstoffen durchgesetzt werden? Welche Rolle spielt dabei der “Demokratieexport”?
Oder geht es - weit über die Sicherung ökonomischer Interessen hinaus - auch im arabischen Raum langfristig um eine Befriedung zwischen- und innerstaatlicher Konflikte durch eine Demokratisierung, die schrittweise den nicht kriegerischen Interessenausgleich schafft? Wer auf der Jahrestagung der HSFK 2011 in Frankfurt am Main einen ersten Einblick in die sehr unterschiedliche und äußerst komplexe politische Situation der vom “arabischen Frühling” direkt oder indirekt betroffenen und mehrheitlich keineswegs demokratischen Staaten gewinnt, muss im zweiten Moment erkennen, dass auch in Deutschland und der EU z. B. gänzlich verschiedene Ansichten, Intentionen und Lösungsvorschläge für die Demokratisierung der nordafrikanischen und arabischen Länder vorhanden sind.

Wenn “wir” aber nicht wissen, welche legitimen Interessen in Ägypten, Tunesien oder Libyen zu verfolgen sind und welches politische und finanzielle Engagement tatsächlich Demokratie fördern kann - wie sollen es dann die neuen Regierungen in der Nachfolge Mubaraks und Gadhafis z. B. wissen? Es hat, näher betrachtet, ganz den Anschein als ob zum “arabischen Frühling” ein “entwicklungspolitischer Frühling” hinzukommen müsste, der die in Nahost und Nordafrika agierenden Staaten für einen veränderten außen- und entwicklungspolitischen Dialog qualifiziert, bevor man sich weiter über das Fehlen geeigneter “Partner” vor Ort beklagt. Die Jahrestagung der Hessischen Friedens- und Konfliktforschung (PRIF) in Frankfurt 2011 zeigt in dieser Hinsicht durchaus ermutigende Ansätze einer neuen Betrachtung der mit dem Stichwort “arabischer Frühling” gemeinten politischen Umbrüche. / Vgl.: “Ursachen, Chance und Risiken des politischen Wandels in Nordafrika und Nahost” >> hsfk.de


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